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Malediven - ein gewaltiges Inselreich im Indischen Ozean
Tourismus - Wachstumsbranche Nummer 1
Unendliche und vielfältigste Taucherreviere
Die Republik der Malediven ist ein Inselstaat im Südwesten der Südspitze Indiens im Indischen Ozean und besteht aus mehreren Atollen und circa 2.000 Inseln, wovon 202 von Einheimischen bewohnt werden und 87 weitere ausschließlich für Touristen reserviert sind Die Malediven sind eine Kette von 19 Inselgruppen und erstrecken sich über 764 Kilometer in Nord-Süd-Richtung bis kurz über den Äquator. Die Inseln sind Atolle mit Korallenriffen, die die Gipfel einer im Meer versunkenen vulkanischen Gebirgskette umgeben. Die nahegelegenen barriereartigen Riffe sind der einzige Schutz vor den manchmal heftigen Wirbelstürmen, die mit den Monsunen kommen. Die Inseln sind mit Palmen und Brotfruchtbäumen bedeckt und von Sandstränden und klaren Lagunen umgeben. Am 26. Dezember 2004 wurden zahlreiche Siedlungen und Touristenresorts auf den Inseln durch eine Flutwelle in Folge eines Seebebens im Indischen Ozean stark beschädigt oder zerstört.
Die Malediven lassen sich in Inseln für Einheimische und Inseln für Touristen unterscheiden. Touristen haben nur bedingt Zutritt auf Einheimischen-Inseln, in der Regel ist dies nur im Rahmen geführter Touren "Island-Hopping" möglich. Die Malediven haben durch ihre Lage im meist ruhigen Indischen Ozean ein sehr konstant heißes, tropisches Klima. Die Temperaturen fallen selbst nachts selten unter 25 Grad. Das Wetter ist geprägt von zwei Monsunen: dem Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und dem Nordost-Monsun von November bis April. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und intensivere Niederschläge. Als beste Reisezeit gelten die Monate November bis April
Alle Einwohner sind sunnitische Muslime. Ab 1972 begann die Zeit des Massentourismus auf den Inseln. 1982 traten die Malediven dem Commonwealth bei. In der Hauptstadt Malé fand 1989 eine internationale Konferenz wegen der Bedrohunger Inseln durch den steigenden Meeresspiegel statt. Die Malediven gehören zu den ärmsten Ländern der Welt, obwohl einige Wirtschaftzweige, besonders der Tourismus, sich schnell entwickeln. Hauptanbaukulturen des Agrarsektors sind Hirse, Maniok und Süßkartoffeln. Kokosnüsse werden für die Nahrungsmittel- und Kopraherstellung gesammelt. Der Fischfang, insbesondere von Thunfisch und Bontio, ist die traditionelle Stütze der Inselwirtschaft. Zu den lebenswichtigen Importen, vor allem aus Indien, gehören Nahrungsmittel , Fertigwaren und Brennstoffe zur Energieerzeugung. Nur die Hauptstadt Malé, das Addu-Atoll und die Insel Fuvamullah besitzen Straßen und somit auch Autos. Fahrzeuge haben so eine geringe Bedeutung, da man mit Schiffen oder zunehmend mit Wasserflugzeugen der Maldivian Air Taxi bevorzugt Distanzen zurücklegt. Fahrräder und Mopeds sind auch sehr beliebt, weil es sich für viele nicht lohnt, auf den kleinen Inseln Auto zu fahren. Der einzige internationale Flughafen befindet sich auf der Insel Hulhumalé.
Bereits beim Anflug auf den Male International Airprt erkennt der beucher die vielen Inseln, die wie Perlen oder Augen im Indischen Ozean liegen. Von der größten Hauptinsel mit der Hauptstadt Male reist der Gast unmittelbar mit dem Boot oder dem Wasserflugzeug weiter zu seiner gewählten Destination. Im Durchschnitt leben auf den 202 von Einheimischen bewohnten Inseln 200 bis 300 Personen in einer Dorfgemeinschaft zusammen. Maßgeblich für die Besiedlung einer Insel ist das Süßwasservorkommen. Heute zählt Malediven zu den geburtenstärksten Gebieten der Erde. Das Leben abseits der Hauptstadt Male ist recht eintönig. Die einzelnen Inseln halten kaum Kontakt zueinander. Der Alltag auf den IEinheimischeninseln ist vom Fischfang geprägt, und die Männer sind oftmals tagelang unterwegs. Die Unterkünfte der Einheimischen bestehen vorwiegend aus Korallenfelsen erstellten einfachen Hütten. Da eine offizielle Altersversorgung fehlt, besteht die Durchschnittsfamilie aus sieben Personen.
In ausreichendem Maße besitzen die armen Malediven lediglich Kokosnüsse und Fische. Das Grundnahrungsmittel Reis muss importiert werden wie Gemüse, Früchte, Fleisch und Geflügel. Zu den traditionellen Industrien auf den Malediven gehört der Bootsbau, das Flechthandwerk, Seilerei udn das Schmiedehandwerk. Die Aktivitäten der modernen Industrie beschränken sich auf die Fischverarbeitung, die Herstellung von Kleidunsgstücken, das Abfüllen von Mineralwasser, die Herstellung von Kunststoffröhren und Waschpulver, auf Transportgewerbe, elektrische und mechanische Werkstätten sowie Zimmereien und Ziegeleien.
Das Bild der meisten Inseln ist von den Kokospalmen udn Scaevolabüschen geprägt. Lediglich auf wenigen Inseln wurden richtige Palmenplantagemn angelegt. Auf den bewohnten Inseln werden Brotfrucht, Papaya, Bananen udn auch Feldfrüchte angebaut. Kaum artenreich ist das Tierreich. Am meisten bekommt der Gast dievielen nützlichen Geckos zu sehen, die an den Haus- und Bungalowwänden geduldig auf die den Lichtschein suchenden Kleinlebewesen warten. Fast 70 Arten von Schmetterlingen sind auf den Malediven bekannt. Am meisten gefürchtet sind aber die zahllosen Moskitos. Auf den Feriendestinationen begegnet der Gast auch häufig Reihern, Papageien, den Indischen Hausraben und Seevögel.
Der Tourismus hat sich inden letzten drei Jahrzehnten zur Wachstumsbranche Nummer 1 entwickelt. Über 70 Touristenresorts in den verschiednsten Atollen wurden zwischenzeitlich eröffnet. Die meisten Touristen kommen tatsächlich aus Deutschland. Das Wetter wird auf den Malediven von zwei Monsunen bestimmt. Der Südwestmonsun beschert dem Inselreich während der Monate Mai bis Oktober mehr Niederschläge als der trockene Nordostminsun in den Monaten Januar bis April. Allerings schwankt die Dauer und Intensität dieser Monsunwinde stark.
Male ist das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Malediven. Die Insel ist völlig zugebaut und übervölkert. Auf der nur 1,7 km² großen Insel leben mehr 70.000 Einwohner und hat somit eine der höchsten Bevölkerungsdichten in Asien. Viele Malediver kommen von ihren Insel nach Male, weil sie sich hier ein besseres Leben erhoffen. Mit allen Mitteln wird versucht, die Insel zu erweitern, doch das Riff wurde schon bis zur Kante aufgeschüttet und eine Erweiterung ist kaum noch möglich. Die ehemalige Touristeninsel Villingili wurde bereits als "Stadtteil" von Male zugeordnet. Mittlerweile gibt es auch schon mehrstöckige Büro- und Hotelgebäude in Male. Blickfang bleibt aber die goldene Kuppel des Islamischen Zentrums in Male mit der großen Freitagsmoschee und dem Minarett. Größtes Problem für das gesamte Inselreich Malediven ist die Müllbeseitigung geworden. Schon wurden auf einzelnen Inseln die Müllberge gesammelt. Der Massentourismus hat gewaltige Müllmengen gebracht, die zu beseitigen den Inselstaat vor die allergrößten Herausforderungen stellt.
Die vielfältige und bringt die Touristenmassen auf die Malediven. Gerade die komplexen Korallenriffe und ihre Vielzahl an Bewohnern sind sicherlich eine der schönsten und sehenswerten Schöpfungen im Meer. Auch wer nicht tauchen will oder kann hat hier auf den Malediven schon beim Schnorcheln die Möglichkeit vieles vom unbeschreiblichen Zauber der Unterwasserwelt kennenzulernen.
Die wohl wichtigsten Unterwasserlebewesen für die Malediven sind die arten- und formenreichen riffbauendenSteinkoralle , denn ihrer Fähigkeit dem Meerwasser Mineralien zu entziehen und Kalk abzuscheiden verdanken die Malediven ihre Existenz. Das Wachstum der Koralle beträgt lediglich wenige Zentimeter pro Jahr. Neben den riffbildenden Steinkorallen gibt es noch die Kalkrotalgen, die erstaunlich wenig Sonnenlicht benötigen Aber auch Schwämme, Horn- und Weichkorallen, Seefedern, Haar-und Schlangensterne sowie Lederkorallen und viele Niedere Tiere bilden den Lebensraum Riff . Leider tragen in neuerer Zeit auch Klimaereignisse wie El-Nino ihren Teil zur globalen Wassererwärmung bei, die dann den Korallenriffen und den darin lebenden Bewohnern das Leben schwer machen. So massiv und dauerhaft diese Bauwerke auch erscheinen, reagieren sie doch sehr empfindlich gegen alle Arten von Umwelteinflüssen. Noch allerdings bilden die Korallenstöcke einen idealen Lebensraum für unzählige Fische und niedere Tiere. Zu den farbenprächtigsten am Riff zählen die etwa 30 cm großen Kaiserfische. Von etwa gleicher Größe ist der graue Doktorfisch, der mit einem gelben Rand umgeben ist. Schön anzusehen sind auch die schwarz-gelb gestreiften Wimpelfische. Die blau-grün gefärbten Papageifische kann der Taucher oft beim Abnagen der Korallen beobachten. Dieser Riffbewohner trägt entscheidend zur Entstehung des Korallensandes bei. Muränen leben in Höhlen und gehen erst gegen Abend auf Jagd. In voller Größe sind sie selten zu sehen, da meistens nur ihr Kopf aus der Höhle ragt. Einen besonders interessanten Platz für Beobachtungen stellen die Putzerstationen dar, an denen man irgendwann alle Fische wiedertrifft. Auch Raubfische wie Hai, Zackenbarsch oder Thun müssen gelegentlich eine Putzerstation aufsuchen um ihre lästigen Parasiten lowden. Meist signalisieren sie es durch ruhiges verweilen mit abgespreizten Kiemendeckeln und offenem Maul über der Putzerstation, das sie geputzt werden möchten. Der Putzer sucht nun den gesamten Körper nach Parasiten ab, die er dann zusammen mit etwas Schleim der Haut zu seiner Malzeit macht. Auch schwimmen die Putzer ohne Risiko ins Maul und in die Kiemen der Fische um dort ihre Arbeit zu verrichten. Wer sich hier länger aufhält kann so manch neues entdecken. Überhaupt herrscht an der Putzerstation Waffenruhe, denn hier entfallen während der Wartezeiten die unsichtbaren territorialen Grenzen die sonst genauestens eingehalten werden. Sonst, und das ist der Normalfall, ist das Leben im Riff von ständigen Auseinandersetzungen und Revierkämpfen geprägt. In Höhlen und Überhängen halten sich gerne die bis zu 3 Meter langen friedlichen Ammenhaie auf, sowie die Suppen- und Karettschildkröte, die wegen ihres schönen Panzers oft getötet wurde und nun unter Naturschutz steht. Barakudas stehen starr im Wasser. Thunfische glänzen wie polierter Stahl im Sonnenlicht. Ein üppig bewachsener und farbenprächtiger Platz ist die Riffkante am Hausriff, welche auch meist beim Schnorcheln erreicht werden kann. Die eng ineinander verzweigten Korallenäste bilden hier viele kleine Höhlen und Nischen die den unterschiedlichsten Tieren Unterschlupf gewähren. Eine ernstzunehmende Verteidigung besitzt der Steinfisch, der ruhig am Grund liegt und schwer zu erkennen ist. Das Gift seiner Rückenstacheln kann bei empfindlichen Menschen tödlich sein. Der ca. 30 Zentimeter große Rotfeuerfisch hat federförmige Flossen und Stacheln, die auch dem Menschen gefährlich werden können, die er jedoch nur zur Verteidigung nutzt. Die Zahl der Unterwasserbewohner ist riesig, und vielfältig ist auch der Artenreichtum. Mantas im offenen Meer zu begleiten, zählt zu den besonderen Taucherlebnissen. Die Riffhaie sind ungefährlich, wenn sich der Taucher an die Anweisungen udn Verhaltensregeln der örtlichen Tauchlehrer hält.
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